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Über uns

Der Hofherr Jürgen Knorsch, geboren im Dezember 1962 stellt sich vor...

Angefangen hat die Sache mit dem Pferdevirus 1968 auf der "Ponybahn" in Kamp-Lintfort, damals noch bei dem Betreiber Schulz, jetzt seit Jahren unter der Leitung von Frau Wohltmann.
1969 bekam ich dann das erste eigene Shettlandpony. Ohne Reitlehrer, ohne richtige Ausbildung wäre da die Liebe zum Pferd 1970 fast beendet gewesen, mehr unter dem Pony als oben, öfter abgeworfen als draufgeblieben, war die Liebe zum Reitsport schnell erkaltet.

Erst bei "Opa Hoogen" vom RV Seydlitz Kamp, lange bevor es dort die erste Reithalle gab, wurde mir mit der Ruhe und Geduld dieses erfahrenen Mannes die Grundkenntnis über Pferde und eine reiterliche  Grundausbildung vermittelt.

1972, mit noch 9 Jahren, war es dann soweit, meine erste Teilnahme an einer Fuchsjagd im nicht springenden Feld auf dem eigenen Haflinger (ja, der Pferdebestand wuchs so langsam) war der Beweis, dass die Freude am Reiten wieder gekommen war und dass wohl etwas reiterliches Können auch vermittelt worden war.

Es folgten kleinere Turnierteilnahmen, Reiterprüfungen, eine Teilnahme am Kreisturnier, das bronzene  Jugendreitabzeichen mit 13 Jahren, das Erwachsenenreitabzeichen Bronze (heute Klasse 3) mit 18 Jahren und direkt im Anschluss kam "Scirocco" zu uns: ein Springpferd, dass vom Vorbesitzer als unreitbar und völlig durchgeknallt bezeichnet wurde. Zeitlebens trug es seinen Spitznamen Scirocco turbo zu recht, in Xanten Leuchtefurth schaffte es den Bahnrekord, in einem A-Springen auf Zeit 24  Fehlerpunkte, 6 von 8 Hindernissen fielen, aber mehr war auf Wassertrense einfach nicht machbar. Erst mit Pelham war das Pferd im Parcour so weit zu drosseln, dass es auch mal null Fehler schaffte. Und wenn nicht Pferd und Reiter auf dem Boden landeten, weil irgendeine Kurve zu schnell genommen werden sollte, waren null Fehler natürlich Platz 1, die Zeiten konnte mit einem normalen Pferd niemand reiten. Aber es dauerte über ein Jahr, bis Scirocco im Parcour erste Erfolge brachte, der Weg zum Erfolg waren andauerndes Dressurtraining, aber auch ruhige Ritte durch den Wald (anfangs waren die Ritte durch den Wald alles andere als ruhig, aber irgendwann hatte das Pferd begriffen, dass es nicht nur rennen sollte).

Parallel dazu stallten die eigenen Pferde 1980 in eine eigene Stallgasse in Rheinberg um, 1982 kaufte die Familie dann eine ehemalige Schweinemästerei, die heutige Pferdepension in der Leucht und fing seit 1982  langsam an, die Ställe in Pferdeställe umzubauen und Land dazu zu pachten.


Durch mein Studium (1983-1989) und eine anschliessende Bürotätigkeit (bis  2002) geriet das Hobby Reiten in den Hintergrund. 1986 wurde der Turniersport (Springen Kat C und B, Klasse A und L) wegen der Examensvorbereitungen aufgegeben, danach war Scrirocco zu alt für den Turniersport und wurde bis zuletzt ab und an gemütlich im Wald spazieren geritten.

1986 waren wegen der Aufgabe eines Reitlehrerbetriebes die ersten Pensionspferde auf dem Hof, ab 1991 wurden nach und nach weitere Pferdeboxen gebaut und nebenbei der Pensionsbetrieb ausgebaut.


2002 machte ich an der Kölner Pferdeakademie eine Ausbildung / Fortbildung "gewerbliche Pferdehaltung" und "gewerblicher Pferdetransport" gem. FN Richtlinie, 2004 eine Fortbildung zum "Tagesvater" nach den Vorschriften der Jugendämter (8. Sozialgesetzbuch) und nun bastel ich an meinem offiziellen Trainer C Breitensport, den ich hoffentlich Ende 2007 erwerben werde. Seit November 2006 hat das Kreisveterinäramt die Genehmigung erteilt, Reitunterricht auf eigenen Schulpferden in Dressur zu erteilen und geführte Geländeritte zu leiten.

Zur Zeit hat der Hof 21 Pferdeboxen und rund 10  Hektar Wiesen, davon über 6 Hektar direkt am Hof, gerittene Ponies und Pferde stehen zur Verfügung, die beiden Töchter Nastia (8 Jahre) und Dani (6 Jahre) reiten auch, Nastia ist im Jahre 2005 ihre erste Fuchsjagd mitgeritten und war natürlich 2006 auch wieder dabei. Die Söhne Alex und Benni haben es nicht so mit  den Pferden, sie mögen eher das Fussballtor auf einer der gerade ungenutzten Wiesen, den Kicker oder die Tischtennisplatte.

Die Planungen zur eigenen "Reithalle" laufen, aber aus Überzeugung wird es wohl eine Halle ohne Wände  und mit einer Hecke als Umrandung. Seit 2002 wird der Hof hauptberuflich geführt.